Schule, Stress, Schnee und Sonnenschein

Es geht gerade so weiter: Die Schule wird nicht einfacher. Dieser Abschnitt ist der Schwierigste bisher. Ich hoffe nicht, es baut noch weiter auf an Schwierigkeit.

Ein paar meiner Notizen, was wichtig ist und unbedingt in den Kopf muss (hier: Anatomie)

Nicht nur, dass du jeden Tag noch Stunden lang lernen musst neben der Schule, nein, einmal im Monat haben wir auch noch am Wochenende ganztags Massage-Schule. Es ist ganz schön intensiv. Ich brauch eine Pause!

Gerade haben wir die Zwischenprüfungen für diesen Abschnitt hinter uns. Ich hab mich dann auch mal selbst belohnt für die ganze Quälerei und Lernerei.

Mit einer Überraschungsbox voller toller Beauty-Produkte zum Selbstverwöhnen, wie z. B. Muskelentspannungsbadesalz (prima Wort), eine Gesichtsmaske usw.

Große Vorfreude!!! Ich hatte das Päckchen schon ein paar Tage im Zimmer stehen. Hab mir aber selbst auferlegt, dass ich es erst öffne, wenn alle Prüfungen gemeistert sind. Und da ich alle bestanden habe:

Zum Wiederholen von Prüfungen hätte ich auch keine Zeit für, da ich schon wieder am Vorbereiten für die nächsten Prüfungen und für den laufenden Unterricht bin. Ich muss eine Präsentation halten über das Fußgelenk. 30 Minuten! Vor der Klasse! HORROR!!!!! Warum!?

So schauts bei mir jeden Abend nach der Arbeit aus…. Lernen!

Bis Dienstag muss ich um die 30 Muskeln in Gesicht und Kopf wissen: Wie jeder heißt, wo jeder Muskel ansetzt und wo er aufhört! Ach ja, und was er tut natürlich auch! Das sind meine Lernkarten dafür (Gold wert!)

Diese Muskeln haben Namen….. es ist einfach unverständlich wer sich das ausgedacht hat und warum!?

Und welche Überraschung:Wir haben IMMERNOCH Schnee! Es hört einfach nicht auf.

Aber gestern! Da hatte es endlich mal keine Minusgrade mehr. Es hatte 3 Grad plus mit Sonnenschein. Es war richtig WARM!!!! Haha. Hätte nicht gedacht, dass ich das mal sagen würde.

Aber 3 Grad plus nach monatelangem minus 20/30 Grad… das fühlt sich nahezu wie Sommer an!

Julian hat zwar kein Heimweh, aber er meinte die Tage, dass er mal so gerne wieder ein richtiges Schnitzel essen würde. Na, damit kann man abhelfen. In Calgary gibt´s ja die “Wurst”.

Ein Restaurant, in dem man ne Menge deutscher Spezialitäten bestellen kann, wie z. B. Schnitzel, Bratwurst mit Sauerkraut, Apfelstrudel, Schöfferhofer Grapefruit-Weizen-Bier! Da bleibt kein Wunsch offen.

Prost!

Im Kellergeschoss dort gibt es auch Oktoberfest-Atmosphäre mit riesigen Bierbänken und Steinkrügen.

Leider waren wir etwas zu früh dran, und es gab nur die Brunch-Speisekarte. Schnitzel gab´s, aber als Sandwich mit Bacon on top und gestapelt, das man Schwierigkeiten hat, abzubeißen. Julian war aber schwer begeistert vom Geschmack. Klar! Es war nicht nur ein Schnitzel, es war auch ein Burger! Ein Schnitzelburger. Perfekt für den heutigen deutschen Teenager in Kanada.

Dabei waren eine Freundin, die auch von Deutschland ist – Stefanie – und ihr Teenager-Sohn Oskar. Stefanie hab ich übrigens beim “Frauenstammtisch” in Calgary kennengelernt. Da, wo ich mich immer gesträubt habe hinzugehen, weil ich nicht nach Kanada kam um dann mit Deutschen abzuhängen und deutsch zu reden. So ändern sich die Meinungen. Ist nämlich mal ganz lustig so ab und an. Und man trifft nette Leute oder sogar neue Freunde.

Morgens ist es aber dennoch knackig frisch und ich muss über zwei Brücken rüberfahren unter denen der Sheep-River und der Bow-River fließt. Jeden Morgen muss ich mit mir kämpfen, nicht während dem Fahren schnell ein Foto zu schießen…. Es sieht einfach so wunderschön aus mit dem aufsteigendem Nebel. Und stehen bleiben mitten auf dem Highway ist jetzt auch nicht so die beste Idee! Deshalb:

Das Beste, das man mit einer Hand und mit ohne Hingucken an Fotos machen kann 😉

In der Schule bin ich mit einer Brasilianerin befreundet und manchmal gehts in der Pause zu Starbucks. Da wir umweltfreundlich sind, bringen wir immer unsere eigenen Behälter mit und lassen den Kaffee auffüllen. Sie hat immer einen Bierkrug dabei und hat keine Ahnung, was das für ein Behälter ist. Ich könnte mich jedesmal wegschmeißen vor Lachen. Bei Starbucks bekommt sie oft ein Kompliment für die “Tasse”. Haha. Ich versuche manchmal aufzuklären, was das ist und daraufhin wird immer mit Bierkrug und Kaffeebecher geprostet. Zu lustig.

Mein Auto war letzte Woche so dreckig wie noch nie zuvor. Und es musste am nächsten Tag in die Werkstatt. Ich hab mich geschämt, mein Auto so hinzubringen. Man konnte kaum mehr was sehen aus den Scheiben, weil alles voller Schneematsch war. Was so ziemlich ständig vorkommt, weil ich doch recht viel auf dem Highway fahre jeden Tag und sobald der Schnee ein bisschen schmilzt alles schön matschig ist und es nur so rechts und links vom Auto spritzt beim Fahren.

Ich war ganz baff, dass ich eine Waschstraße gefunden habe, die offen hat. Normalerweise ab minus 8 Grad machen alle Waschsstraßen dicht, weil es zu kalt ist.

Tja, ich weiß jetzt auch warum! Schaut mal:

Ist ja eigentlich schön warm in der Waschstraße mit dem heißen Wasser… hier ist es aber augenblicklich gefroren sobald es aus dem Schlauch aufs Auto kam. Erlebt man auch nur einmal glaube ich. Aber ich war sehr glücklich über mein sauberes Auto. Wenn auch danach beim Tanken der Tankdeckel nicht aufging, so wie der Kofferraum, weil alles zugefroren war….

Ich vermisse die Blumen und das Gras und die Farben und die zwitschernden Vögel, die man jetzt schon langsam in Deutschland sieht und hört. Deswegen muss ich mit Zimmerpflanzen nachhelfen, bis es hier auch mal wieder Frühling wird. Also bis in 3 Monaten! 🙂

Habt eine schöne Woche! Ich bemühe mich, nächstes Wochenende wieder von mir hören zu lassen. Bis dahin noch ein paar Wintereindrücke aus Kanada

2 Gedanken zu „Schule, Stress, Schnee und Sonnenschein“

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