Vancouver Island 

Mit der Fähre ging es samt Auto nach Nanaimo auf Vancouver Island. Für’s erste Mal hat es sehr gut geklappt. Wir waren pünktlich in einer der 7 Lines für die nächste Überfahrt angekommen. Die Fahrt dauerte etwa 1 1/2 Stunden bei bestem Ausblick:

Als ich vor Wochen diese Reise geplant habe,  war mir meine bisher gesammelte  Inselerfahrung wohl etwas im Weg. Wer in Deutschland (oder auch anderswo) mit dem Auto auf einer Insel war, hat evtl. die gleiche Erfahrung wie ich bisher, nämlich  dass man problemlos von einem Ende bis zum anderen fahren kann. 

Nicht so Vancouver Island. Diese Insel ist so groß wie halb Deutschland! Und hat Berge (!), zig Flüsse,  Seen, Wälder und noch zahlreiche Nebeninseln, die ebenfalls noch mit (kleineren) Fähren erkundet werden wollen. Es ist der pure Wahnsinn. Wir fahren also wieder. Für Stunden. In den Nordosten von Vancouver Island. Wie gesagt: bei der Planung ging die Vorstellung einer “normal großen” Insel durch meinen Kopf. Daher habe ich die günstigste,  schönste Unterkunft gebucht: in Campbell River. Ziemlich abgelegen muss ich jetzt zugeben. Ich glaube,  die Touristen,  die nach V-Island fahren,  fahren eher in den Süden nach Victoria (der Hauptstadt von British Columbia) oder in den Westen an die beliebten Orte,  wie Tofino und Ucluelet.

Wir übernachten also in Campbell River,  wo wir nach noch einmal 3 Stunden endlich unser Ziel erreichen. Wenn es auch eher ein kleinerer Touristenort ist,  bin ich dennoch – oder vielleicht deshalb – sehr zufrieden. Denn wie wir die Tür zu unserer Suite aufmachen, werden wir mit diesem Ausblick begrüßt:

In Campbell River selbst gibt es eine sehr schöne Strandpromenade, ein unglaublich leckeres Sushi-Restaurant und viele kleine Läden. Zu meinem Erstaunen gibt es hier auf der Insel aber auch in jeder größeren Stadt sämtliche Supermarktketten, die es auch auf dem Festland in Kanada gibt: Waltmart,  Canadian Tire,  Shoppers etc.

Mein Verständnis von Insel ist immer noch ein anderes 😁

Mc Ivor Lake

Wir verbringen eher relaxte 2 Tage mit Baden,  essen gehen und auf den Balkon die Aussicht genießen bevor es am dritten Tag wieder ganz in den Süden geht,  nämlich nach Victoria. Man hätte auch noch von Campbell River nach Quadra-Island übersetzen oder den langen Umweg nach Tofino nehmen können,  aber wir sind irgendwie etwas reisemüde geworden. Die langen Fahrten von A nach B und von dort nach C schlauchen. Ich muss eingestehen,  dass meine Reiseplanung doch recht stramm ist. Und selbst ich fühle mich mittlerweile mehr als sattgesehen von Wäldern,  türkisblauen Seen und Bergen. Hätte ich niemals gedacht,  dass es so weit kommen kann 🤔

Die Stadt der Totempfähle – Duncan

Die von Google Maps gerechneten 3 Stunden Fahrt von Campbell River nach Victoria entpuppen sich – wer hätte es gedacht – als länger. Nämlich wieder einmal 5.
Am frühen Abend checken wir im Motel ein und machen noch einen kleinen Ausflug an einen kleinen Stadtsee in der Nähe. 

Nachdem wir uns im Supermarkt etwas zum Abendessen geholt haben,  platzt Christina nach tagelangem Schweigen mit der Bitte heraus,  die geplante Reiseroute umzukrempeln, da sie keine Seen,  Berge und Wälder mehr sehen kann. Auch die lange Fahrerei von einem Punkt zum anderen schlägt auf die Laune. 

Hafen in Campbell River

Da auch ich keine Lust mehr habe die Mammutstrecke bis nach Edmonton anzutreten, entschließen wir uns spontan die weiteren Hotels wieder zu stornieren (was problemlos klappt) und uns noch einmal auf der Rückfahrt übermorgen mit der Fähre nach Vancouver dort in ein Hotel einzuquartieren. Vancouver hat uns allen 3 sehr gut gefallen und wir möchten noch ein paar Tage in Ruhe und gemütlich diese schöne Stadt erkunden. Ohne Stress zum nächsten Reisepunkt weiterfahren zu müssen klingt wunderbar. Ich freue mich darauf 😊 Alle freut es,  dass wir eine Pause einlegen mit Auto fahren und uns ein bisschen Großstadt-Feeling gönnen. 
Bis dahin schauen wir uns mal an, was Victoria zu bieten hat,  was wir nicht schon gesehen haben. 

Bericht folgt…

Sonnenaufgang in Campbell River

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