Halloween – in ganz anderen Dimensionen

Halloween – das kennen wir in Deutschland ja mittlerweile auch. Wenn auch immer noch die meistens Menschen, die den klingelnden Kindern öffnen, nicht wissen was das soll.
Ganz anders hier in Kanada.

Wochen vorher werden die Supermärkte bis zur Decke mit Halloweendeko und tonnenweise (!) Süßkram gefüllt. Da gibt es auf einmal keine Kitkat mehr. Da gibt es die Halloween-Edition-Großpackung Kitkat. Nicht eine Packung Chips sondern einen ganzen Karton Chips im Angebot. Ich hab das dann ein paar Wochen misstrauisch beäugt: Wer bitte kauft so große Kisten voll Candy!?

Bis mir dann jemand erzählte, dass er letztes Jahr 180 Kinder an der Haustüre hatte, die “trick or treat” gefragt haben. Wow.

Am 31.10. war´s dann endlich soweit. Aber vorher waren wir noch auf einer spektakulären Halloweenparty. Die Bilder will ich euch natürlich auch nicht vorenthalten.

Es war der Wahnsinn. Überall hingen monströse behaarte Spinnen, im Sessel saß bereits ein Skelett mit Zomibe-Baby im Arm. Im Bad waren die Fliesen mit Blut beschmiert, in der Dusche lag in einen schwarzen Müllsack gewickelt eine Leiche und am Spiegel stand mit Blut geschrieben: “You are next”….

Und meine Halloweentorte! 😊

Nachdem auch jeder der Kinder im Halloweenkostüm in der Schule war, war endlich Trick or Treat – Zeit. Es ging um 18 Uhr verkleidet durch die dunklen Straßen von Okotoks. Unglaublich! Die Häuser waren so unglaublich toll dekoriert und/ oder mit Lichtern bestrahlt. Leute saßen vor ihren Häusern um ein Lagerfeuer in der Einfahrt und warteten auf die Kinder. An jeder Haustür wurden die Kinder freundlich begrüßt mit “Hello Darling, hey Sweetie” und es gibt Hände voll Süßigkeiten für jeden einzelnen. Auch wenn kein Schnee lag, war es nach 1 Stunde doch bitterkalt. Gut, dass ein Nachbar, der einen mobilen Donutstand besitzt, für jeden (!) umsonst (!) eine ganze Tüte voll Zimt-Zucker-Donuts machte…..!!! Das nenn’ ich mal Freundlichkeit. Aber das war noch nicht alles. Es gab Peaceofficer die durch die Straßen fahren und Knick-Leuchtbänder gratis (!) an alle verteilten, damit die Kinder gut gesehen werden in der Dunkelheit.

Manche Bewohner von Nebenstraßen machten es den Kindern einfacher indem sie an der Abzweigung einen langen Tisch aufstellten und alle Anwohner sich dort mit ihren Schalen voller Candys versammelten, damit die Kinder nicht jedes Haus abklappern mussten. Es gab sogar einen langen Tisch der dahinter eine Leinwand aufgebaut hatte auf der Star Wars lief. Auch tolle Ideen für die Kürbisgestaltung waren dabei:

Was mich am meisten faszinierte, waren aber dann doch die immens großen mit Luft betriebenen Halloweendekorationen vor den Häusern…

 

Jetzt wo Halloween rum ist sind die Regale natürlich leergefegt und – ratet mal – ja – mit Weihnachtsdeko gefüllt. Es geht also weiter! Laut Erzählungen wird die Zeit vor und um Weihnachten die schönste Zeit hier für uns. Es muss magisch sein. Und wenn ich daran denke, was für die Kinder und die Bewohner von Okotoks geboten wurde an Halloween, kann ich in etwa erahnen, was an Weihnachten hier los sein wird. Wir sind gespannt und freuen uns schon wie kleine Kinder auf Weihnachten.

Bis bald!

Ein Gedanke zu „Halloween – in ganz anderen Dimensionen“

  1. Hi Marion, dass du dich in diese Wohnung mit den vielen “Spinnen” getraut hast. Da weiß du doch nicht mehr, was ist echt und was nicht, oder?
    Aber tolle Dekos und Fotos, super.
    Viele Grüße an ALLE
    Mama

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