Merry Christmas and a happy new year!

Ich hoffe, ihr hattet ein wunderschönes Weihnachtsfest mit euren Lieben und seid gesund und gut ins neue Jahr 2017 gerutscht.

Weihnachten hier ist – wie schon erzählt – anders. Es gibt hier so viele Glaubensgemeinschaften, die – wie ich auch bereits schon erzählt habe – ganz wunderbar zusammen bzw. nebeneinander leben. Die einen feiern am 24. Weihnachten, die anderen am Morgen des 25. und wieder andere erst am 26. Oder gar nicht. Die gibts auch. Und das ist das, was ich an Kanada bisher am meisten liebe. Jeder lässt jedem seinen Glauben und man wünscht sich einfach nur frohe Weihnachten oder eine gute Zeit. SO EINFACH IST DAS!!!! Ist das nicht wunderbar!

Besuch im Vorgarten

Besuch im Vorgarten 

Wir haben – ganz traditionell – am 24. abends gefeiert. So viel anders war es gar nicht wie in Deutschland. Wir haben uns das Zubereiten des Weihnachtsessen aufgeteilt. Martin hat wie jedes Jahr zur Feier des Tages seine Rouladen gemacht, meine Schwägerin die Kartoffelklöße mit Bratensoße und ich das Rotkraut mit Esskastanien. Der Tisch war festlich geschmückt und selbst die Kinder waren rausgeputzt. Bevor es Essen gab ging es aber in die Kirche. Die war, als wir ankamen schon rappelvoll. Wie immer an Weihnachten. Der Pfarrer hat es ganz treffend – und unter viel Gelächter und Applaus – angemerkt, als er am Ende des Gottesdienstes jedem ein schönes Weihnachtsfest wünschte und in die voll besetzte Kirche winkte mit den Worten: “Und für viele von euch: Bis nächstes Jahr dann“.

Unser Weihnachtsmenü

Geschenke gab es aber an diesem Weihnachtstag nicht. Endlich konnte man mal in Ruhe essen, ohne dass die Kinder unruhig wurden, wann denn endlich aufgepackt werden darf. Geschenke werden erst am Morgen des 25. ausgepackt. Dann, wenn Santa Claus sie über Nacht durch den Kamin ins Wohnzimmer und unter den Baum gebracht hat. Hoffentlich hat jeder einen Kamin. Sonst geht man leer aus 🙂
Am 25. gab es dann noch ein großes Frühstück und es ging los mit den Geschenken. Es war sehr schön anzuschauen. Wenn ich auch als Erwachsene keine große Freude mehr daran habe, zuzuschauen, wie Kinder die Geschenke aufreißen, kurz anschauen und schon zum nächsten greifen. So sollte das nicht sein. Aber bei so vielen Geschenken, wie Kinder heute bekommen, ist es kaum aufzuhalten. Es ist eine Flut an Geschenken. Ich würde gerne mal ein Weihnachten ganz ohne Geschenke feiern. Dann könnte man sich evtl. mal ganz und gar auf Weihnachten konzentrieren.

Um das neue Jahr zu begrüßen, sind wir nach Calgary reingefahren und waren mit Freunden italienisch essen. Danach sind wir noch zusammengesessen und haben Pictionary gespielt. Es war sehr lustig. Wer das Spiel kennt, weiß, dass es lustig war. Ohne Feuerwerk ging es diesmal ins neue Jahr 2017. Und es war gut so. Feuerwerk braucht man nicht dafür.

Könnt ihr es sehen? Ich werde nur noch kleiner. Mein Sohn wächst mir über den Kopf.

Zwischen den Jahren hatte ich 3 Tage frei, die ich größtenteils einfach nur mit relaxen, kochen und schlafen verbracht habe. Das war mal nötig. Und zwischen den Jahren ist ohnehin eine komische Zeit, in der nicht viel los ist.

Verschneites Calgary

Ausgeruht konnte ich dann zum ersten Mal meinen Geburtstag in Kanada feiern. Ich war zum zweiten Frühstück Downtown Calgary und dann ein wenig bummeln in der Innenstadt. Was sich als nicht so schlaue Idee herausstellte: es hatte knackige -25 Grad. Das ist kein Wetter um draußen herumzulaufen. Und erst recht nicht, wenn es windig ist, was die gefühlte Temperatur gleich mal auf -33 Grad fallen lässt. Brrr…. Es war irre kalt. Wir haben trotzdem eisern durchgehalten und ein Foto für euch gemacht.

Brrr… so kalt

Abends ging es dann zum Inder. Nicht schlecht. Aber ich muss feststellen. Bei meiner Arbeit koche ich tagtäglich sooo irre gutes Essen, dass mich ein Besuch im Restaurant gar nicht mehr reizen kann. Das ist alles nur noch “Gut” anstatt “WOW”. “Wow” gibts halt schon jeden Tag 🙂 Wirklich wahr. Ich hab noch nie so lange jeden Tag so gut gegessen wie hier bei der Arbeit.

Gestern haben wir wieder einen “Sundog” fotografieren können. Ist das nicht ein wunderschöner Anblick?! Ein wenig angsteinflößend finde ich es manchmal, aber auch majestätisch. Hier sind sogar zwei Nebensonnen am Himmel, weil es so schön kalt ist. Und mit den fantastischen Sonnenaufgängen hier nochmal so schön.

Sundogs

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