Kinder

Nach meinem Abschluss habe ich wieder Vollzeit das Arbeiten angefangen, warum nur wenig Zeit blieb um meinen Blog zu aktualisieren. Auch hat zwischenzeitlich mein Laptop das Zeitliche gesegnet und es hat eine Weile gedauert, bis mir ein anderer gefallen hat. Aber jetzt gehts wieder los. Es gibt viel zu berichten:

Das die Zeit rasend schnell vergeht ist nichts neues. Die Woche hat kaum angefangen, da ist sie auch schon wieder rum. So gehts auch mit den Kindern.  Wenn Eltern einem diesen Satz sagen, dass die Zeit noch viel schneller vergeht, wenn man erstmal Kinder hat, stimmt zu 100%. Gerade bringt man sie noch zum Kindergarten und schwupps…. sind sie 15 Jahre alt und schauen einem von oben herab an.

Im August haben wir Julians 15. Geburtstag gleich 3 mal gefeiert. Einmal mit der Familie mit Essen gehen:

Einmal mit Julians Freunden beim Paintball spielen:

Wahnsinn, was die da aufgebaut haben mitten im Wald. Es gibt bestimmt 20 (!) verschiedene “Kampfarenen”, in denen man als Gruppe (mit seinen Freunden) rein kann und sich mit kleinen Farbkugeln, die aus dem Paintballgewehr geschossen werden, gegenseitig abschiessen kann. Die Jungs hatten so viel Spass. Keiner wollte heim. Und alle wollen wieder hin.

Und nochmal wurde gefeiert mit Familie und Freunden gemeinsam in einem wunderschoenen Park hier in Calgary:

Es war ein wundervoller Tag und alle hatten viel Spass. Julian ist jetzt in der 9. Klasse hier in Calgary in der Mount Royal Junior High School. Langsam finden sich auch Freunde in dieser neuen Schule, was mich als Mama natuerlich sehr freut. Eigentlich wuerde er ja schon in der 10. Klasse sein, aber da wir ihn ein Jahr wiederholen liessen als wir nach Kanada kamen, ist er erst in der 9.

Total verrueckt, dass Julian schon in einer so hohen Klassenstufe ist. Ab naechstem Jahr gehts dann auf die Senior High School.

Ansonsten geht es uns sehr gut. Der Antrag fuer das neue Visa ist per Post raus und jetzt heisst es wieder warten, warten, warten….. Und jeder gedrueckte Daumen ist herzlich willkommen in unserem Visakampf. Danke schonmal im Voraus! Es war ein langer langer langer Prozess bis zum Abschicken des Antrags auf LMIA (Labour Market Impact Assessment). Dieses Visa ist da, um einen auslaendischen Arbeiter ins Land zu holen. In Kanada bekommt man nicht so einfach und schnell ein Visum. Ich finde es sogar sehr gut, wie sich das Land absichert. Bevor ein auslaendischer Arbeiter ein Arbeitsvisum erhaelt muss der Arbeitgeber, der den Arbeiter einstellen will, der Behoerde nachweisen, dass er keinen Kanadier fuer diese Stelle gefunden hat. Nicht nur das, er muss auch nachweisen, dass er ueber Wochen hinweg auf verschiedenen Plattformen und Zeitungen die Stelle ausgeschrieben, die ankommenden Bewerbungen durchgesehen, mit moeglichen Kandidaten ein Interview gefuehrt hat, er aber keinen geeigneten Kandidaten gefunden hat. All das – Stellenausschreibung, Annoncen, Interviews, Tabellen, Papiere usw – muss dokumentiert werden. Dann kann man einen Antrag stellen, einen Nicht-Kanadier fuer diese Stelle einzustellen. Danach wird der Arbeitgeber von einem Officer der kanadischen Behoerde per Telefon interviewt ueber den Prozess und die geplante Einstellung. Danach entscheidet der Officer, ob dem Antrag stattgegeben wird oder nicht. Und dann ist es noch immer nicht vorbei. Dann kommt der auslaendische Mitarbeiter – Ich –  ins Spiel. Ich muss auch allerhand Papierkram ausfuellen und mich fuer die Stelle bewerben, sowie nachweisen, dass ich geeignet bin. All das klingt nicht nur stressig und nervenaufreibend, es ist es auch!

Aber all das – das ganze Auslandsabenteuer – geht nur mit einer Regel:

Einen Schritt nach dem Anderen!” Und sind die Schritte manchmal auch nur winzig. Was zaehlt, ist, dass man ihn macht!

Wir sind jetzt schon ueber 2 Jahre hier in Kanada und ich bereue gar nichts. Es war unfassbar schwer. Und das nicht nur einmal oder zweimal in diesen letzten Jahren. Oft gab es einen Punkt, wenn man alles in Frage stellt und einem der Rueckzug und damit “Aufgeben” so leicht erscheint und so verlockend. Aber wir sind nicht einfach so hierher gekommen. Wir wollten und WOLLEN immernoch hier sein. Und wir boxen uns weiterhin durch. Eins nach dem Anderen. Wir sind ja auch nicht mehr so alleine wie am Anfang. Wir haben so viele wundervolle Freunde und Bekannte gefunden. Es ist ein Segen!!!

Bitte drueckt uns weiterhin die Daumen 🙂

 

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