Wunschliste (-route)

Heute hab ich es mir auf der Terrasse gemütlich gemacht um meine Wunschroute /-liste zusammenzustellen. Ich möchte an so viele Orte hier im schönen Kanada…
Leider werden wir nur einen Bruchteil davon schaffen.

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Heute ist hier der letzte Schultag. Ab 1. September wird Julian in die E’cole Junior High gehen. Bis dahin haben wir jetzt 2 Monate um einige Wunschziele abzufahren. Auf jeden Fall wiedersehen möchte ich Lake Louise, Moraine Lake und Johnston Canyon. Auch wenn es beide sehr beliebte Touriziele sind.  Es raubt einem den Atem wenn man dort ist. Egal wie oft man es schon gesehen hat.

7.Tag Lake Louise, Moraine Lake and Trans Canada Highway (280)

(Moraine Lake)

Vancouver steht ziemlich an erster Stelle meiner Liste. Ich habe schon so viel tolles darüber gehört,  dass es mich einfach dorthin zieht. Es soll fantastisch sein. So etwas wie “Klein-New-York”.
Muss man sich anschauen. Genauso wie Vancouver Island. Tofino soll ein magischer Ort sein. Einige dieser Orte habe ich mir aus einem Buch über eine Auswanderin herausgeschrieben, weil allein die Beschreibung einen schon träumen lässt. Mal sehen wie weit wir kommen…

Biketrip to Oldtown Okotoks

Heute waren wir mit den Rädern unterwegs. Hatten zwar einen kleinen Spickzettel dabei zwecks Wegbeschreibung – doch man kann sich hier nur schwer auf einen Zettel konzentrieren, wenn so viel Schönheit am Wegesrand liegt….
Sind dann einfach querfeldein runter Richtung Old Town Okotoks. Unten angekommen kommt man über die Bahngleise direkt an einen Radweg am Sheepriver entlang.

Da Julian aber erst mal die Geschäfte erkunden und schauen wollte,  ob noch alle da sind,  die wir das letzte mal lieb gewonnen hatten, sind wir zuerst in die Elisabethstreet. Haben dann auch gleich eine Steinschleuder aus Holz in Form eines Adlers gekauft. Die kann man am Fluss sehr gut ausprobieren, da auf der einen Seite Millionen kleiner und großer Steine liegen die man auf die gegenüberliegende Flussseite schleudern kann auf der nur Hecken und Bäume wachsen. Gedacht – Getan.

Heute hat es 25 Grad, die sich anfühlen wie 30. Manche haben sich überwunden und sind im Fluss baden gegangen (der richtig kalt ist!).
Ich war zumindest mit den Füßen drin 😉
Haben dann noch ein tolles Fotomotiv gebaut,  bevor wir den Berg nach Hause wieder hochgeradelt sind.

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Gut – “a little bit lost” waren wir dann doch kurz mal. Aber wir sind ja nicht scheu und haben nach dem Weg gefragt. Daraufhin haben uns gleich 5 Leute eine Wegbeschreibung  gegeben. Sehr nette Leute die Kanadier. Da ich leider nicht so gut bin im Merken von “left- then turn right – next street right – left – left – right” habe ich mir nur die ersten zwei Wegweiser gemerkt und darauf gehofft,  dass ich mich dann wieder auskenne.
War auch so. Eine Straße weiter wusste ich wieder wo wir waren und 5 Minuten später haben wir die Räder hinterm Haus abgestellt. Sport war das für heute genug denke ich.
Jetzt kommt ein englisches Buch dran und eine Tasse Tee 🙂

See you..

Angekommen im Land des Ahornblattes

Wir sind gut im Land des Ahornblattes angekommen.  Die große Vorfreude hat den Flug nicht allzu lang werden lassen.

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Nach der Landung kam dann der Moment, vor dem ich am meisten Bammel hatte:

Der Zoll und die Immigration-Behörde….

Doch wie es eben so oft ist: “Es kommt immer anders als man denkt”

Die nette Frau bei der Immigration wollte nur meinen Wisch wegen dem genehmigten Visa sehen. Und ansonsten: GARNICHTS!

Was mich einerseits freute, auf der anderen Seite aber auch ein wenig enttäuschte. Ich hatte mich auf alles vorbereitet. Stand mit meinem roten Ordner schon parat und wartete auf ihre Fragen zu verschiedenen Dokumenten.
Doch genau das hatte sie wohl abgeschreckt, dass ich den Ordner schon auf dem Tisch und meine Finger schon griffbereit an den wichtigsten Blättern hatte…
Sie sah mich nicht an und tippte bestimmt 15 Minuten lang immer wieder mal etwas in ihren PC. Kein Wort. Totenstille. Etwas unheimlich. Aber ich wollte natürlich auch nicht unbedingt, dass sie mit großen Fragen um die Ecke kam.  Wenn sie keine hatte – na dann – auch gut.
Sie tackerte  mir und Julian die Aufenthaltsgenehmigung bis nächsten Juni 2017 in den Pass und das wars!!!

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Nach einem ausgiebigen dringend benötigtem Schlaf geht unser Abenteuer heute so richtig los.  Es ist 7 Uhr frühs und wir starten in den ersten Tag unseres Work-and-Travel-Jahres bzw. Junior-High-School-Jahres 🙂

AUF GEHT’S …

Koffer sind gepackt – Es kann losgehen :-)

Die Koffer sind gepackt und verladen. Nun geht es morgen endlich los!  Wir können nicht glauben,  wie schnell die Zeit verging. Eben waren es noch Monate hin und jetzt – jetzt steigen wir morgen in den Flieger. Unbeschreiblich was gerade in mir vorgeht. Es ist eine kunterbunte Mischung aus Freude und Betrübtheit. Ich freue mich riesig auf unser Abenteuer Kanada.
Doch muss ich auch zugeben:  ein wenig Bammel habe ich auch.  Aber das ist sicherlich nur normal und gesund 😉
Das wird einzigartig und wunderbar! 🙂

Die letzte Nacht im eigenen Bett….

KANADA – WIR KOMMEN

Bald geht´s los!

7.Tag Lake Louise, Moraine Lake and Trans Canada Highway (218)    Hallo Welt,

da ich schon seit Jahren den Wunsch habe für längere Zeit in meinem absoluten Traumland Kanada zu leben, zu reisen, zu relaxen, Leute kennenzulernen und mehr Zeit für die atemberaubende Schönheit des Landes zu haben, beantragte ich bereits vor 3 Jahren zum ersten Mal das Work-and-Travel-Visa. Leider hat es die ersten zwei Male nicht geklappt. Das erste Mal war ich  mit meiner Entscheidung nicht bis zur Rente zu warten, um meine Träume zu leben und etwas von unserer schönen Erde anzuschauen schlicht und einfach zu spät dran und alle Plätze bereits vergeben (insgesamt waren bis letztes Jahr jährlich 4000 Plätze im Topf); das zweite Mal landete ich auf der Warteliste und konnte mit meinem Arbeitgeber nicht zeitnah über meinen Sonderurlaub verhandeln, sodass ich mich von der Liste nehmen lies.


Doch letztes Jahr war es endlich soweit: Ich habe mir – nachdem die ersten 2000 Plätze in 2 Minuten weg waren – in Runde 2 einen Platz ergattern können.

Nun ist es endlich soweit. Nach jahrenlangem Ringen um eine Work-and-Travel-Visa geht es nun an diesem Sonntag los.


Wir fliegen für ein Jahr nach Kanada!!!


Da Kanada das einzige Land ist, in dem man noch bis 35 Jahre die Chance auf ein Work-and-Travel-Visa hat (Australien, Neuseeland usw. nur bis 30 Jahre) wurde es für mich höchste Zeit zu überlegen, ob ich mit 40 noch einmal losziehe, die Welt zu erobern oder ob nicht JETZT die beste Zeit dafür ist. Jetzt und hier und heute!

Nun ist es nicht nur schwierig ein Visa zu erhaschen, sondern noch schwieriger wenn man nicht allein reist. Ich bin alleinerziehend und nehme meinen 12-jährigen Sohn mit nach Kanada. Er wird in dem Jahr die Junior High School besuchen.

Der Papierkrieg bei der Beantragung des WaT-Visas ist an sich schon nervenaufreibend. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie sich das Ganze noch steigern lässt, wenn man in dem Wust noch sein Kind mitreinarbeiten und sichergehen will, nichts zu übersehen.

Es gibt viele Agenturen, die man mit der Visa-Beantragung beauftragen kann. Daher habe ich bei einigen nachgefragt, wie das mit WaT mit Kind aussieht. Leider konnte mir bei keiner dieser Agenturen weitergeholfen werden. Ich habe mich also durch sämtliche Internetforen und Behörden-Websites geklickt und mein Bestes getan, alle gefundenen Formulare, Voraussetzungen, Nachweise etc. Three Sister Mountainzusammenzutragen und hoffe nun einfach, dass alles klappt.

Nach dem Besuch sämtlicher Ämter, Versicherungen, Agenturen, Übersetzer etc. habe ich nun eine Mappe voller Unterlagen und bewilligter Anträge die darauf wartet, dem zuständigen Einreisebeamten in Kanada vorgelegt zu werden. Dieser – hoffe ich inständig – sieht meine monatelangen Bemühungen und gibt uns den ersehnten Stempel in unsere Pässe…